Um Kabelprodukte herzustellen, die die Anforderungen von Photovoltaikanlagen erfüllen können, muss ihre Konstruktion die Anforderungen der IEC 62930: ED 1,0: 2017 und BS EN 50618: 2014 erfüllen. In IEC 61140 werden Sekundärgeräte als doppelt isolierte Geräte definiert, die keine Sicherheitserdung erfordern. Im Allgemeinen sind Sekundärgeräte für Elektrogeräte wie Fernseher, DVD-Player und Elektrowerkzeuge geeignet. Alle Elektrogeräte, die Photovoltaik-Kabel Produkte mit Sekundärausrüstung sollten gemäß BS EN 50618 geprüft werden. Die IEC 62930 sieht dies jedoch nicht vor.
Beim Verständnis der spezifischen Eigenschaften und des Schwerpunkts jeder Norm sollte die Größe des Kabelleiters weiter berücksichtigt werden. Die BS EN 50618 schreibt lediglich vor, dass der Leitergrößenbereich zwischen 1,5 und 240 m2 liegt, während der zulässige Bereich der IEC 62930 größer ist, nämlich zwischen 1,5 und 400 m2. Obwohl der Durchmesser des Kabelprodukts groß ist, kann die Größe des Leiters auch klein sein, da er von Isolierung, Polsterung und Stahldrahtpanzerung umgeben ist.
Der Hauptunterschied zwischen den Normen besteht in den Materialien, die geprüft werden dürfen. Die BS EN 50618 beispielsweise erlaubt nur die Prüfung von Kabelprodukten, die aus LSHF-Materialien hergestellt werden. Diese Arten von Kabelprodukten stoßen bei einem Brand weniger Rauch und korrosive Gase aus. Im Gegensatz dazu erlaubt die IEC 62930 die Prüfung von Materialien mit oder ohne LSHF, einschließlich PVC-Kabelprodukten. Wenn dieses Material brennt, erzeugt es dichten Rauch und giftige Dämpfe. PVC oder modifiziertes PVC sind für die Anforderungen der Kunden besser geeignet. PVC-Kabelprodukte eignen sich beispielsweise besser für den Transport von Strom von Sonnenkollektoren zu Wasseraufbereitungsanlagen, da sie eine höhere chemische Beständigkeit aufweisen als LSHF-Produkte.
Die Hitzebeständigkeitsprüfung ist ein wichtiger Bestandteil der IEC 62930 und BS EN 50618. Der Test dient dazu, die Lebensdauer des Kabels zu bestimmen, einschließlich der Prüfung jedes Photovoltaik-Kabelprodukts bei einer Temperatur von bis zu 120 ° C für 20.000 Stunden, um die Leistung des Produkts im Betrieb zu simulieren. Die Kabelprodukte, die für Heizwiderstandstests verwendet werden, können einen weiteren Beitrag zum Nachweis der Qualität des Kabels leisten.