Der Unterschied zwischen PV-Solarkabeln und Niederspannungskabeln

Bei der Installation von Photovoltaikanlagen gelten für Niederspannungskabel und Photovoltaikkabel klare Vorschriften. Da diese Kabel für unterschiedliche Umweltanwendungen ausgelegt sind, können auch ihre Leistungsmerkmale unterschiedlich sein. Niederspannungskabel eignen sich beispielsweise für den Innen- oder geschützten Einsatz, sind aber im Allgemeinen nicht für Außenanwendungen geeignet. Diese Regel gilt nicht, wenn das Kabel im Boden vergraben ist, da Solarkabel nicht für diese erforderliche Anwendung ausgelegt sind. Das Solarkabel ist jedoch für die Installation in der Kabelrinne geeignet, d. h. das Kabel berührt nicht den Boden. Dies ist besonders nützlich, wenn in der Umgebung, in der das Kabel verwendet wird, Nagetierschäden auftreten.

Niederspannungskabel und Solar-PV-Kabel haben unterschiedliche maximale Betriebstemperaturen. Gemäß den Normen IEC 62930 und BS EN 50618 beträgt die maximale Dauerbetriebstemperatur von Niederspannungskabeln 90 Grad, während für Solarkabel 120 Grad erforderlich sind, um einen kontinuierlichen Betrieb während des Lebenszyklus zu gewährleisten. Solarkabel müssen ozonhemmende Eigenschaften haben, während Niederspannungskabel diese Anforderung nicht erfüllen. Obwohl Niederspannungs- und Solarkabel die gleiche Grundfunktion der Stromübertragung haben, ist ihre Reaktion auf die Umgebung je nach Kabeldesign unterschiedlich.